Gasthaus "Zum Kreuz in Weizen" 

 Der Chef 
Zum Kreuz - Der Chef Zum Kreuz - Der Chef Als glückliches Sonntagskind wurde ich am 28. Januar in einem schneereichen Winter geboren. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in den Wiesen und Wäldern von denen Weizen umgeben ist. So manches Abenteuer erlebte ich in der Klausenhütte, Schambachschlucht oder im Zigeunerwald. Faszinierend fand ich stets die Kuhställe der Weizener Landwirte, von denen es nur noch wenige gibt. Auch war es für mich selbstverständlich, meinen Vater beim Füttern der Hühner, Schafe und Schweine zu begleiten. Es ist ein wunderbares Gefühl, zu Beginn des Jahres den Nachwuchs bei den Schafen mitzuerleben und somit festzustellen, dass der Frühling naht.

Gleichzeitig wurden meine Brüder und ich schon in jungen Jahren in der Gastwirtschaft integriert. Anfangs an der Spülmaschine später entweder in der Gaststube oder der Küche; wobei ich stets ein kleines Schemelchen benötigte, damit ich auch in die Pfannen gucken konnte. Nachdem ich verschiedene Praktika als Gärtner, Konditor und Koch absolvierte, war für mich klar, dass ich mich nach einem Ausbildungsplatz in einer Hotelküche umschauen wollte. Diesen fand ich in Offenburg im damaligen Dorint Hotel am Messeplatz. Nach zweieinhalb Jahren beendete ich meine Ausbildung zum Koch erfolgreich.

Durch den plötzlichen Tod meines Vaters entschloss ich mich, vorübergehend meine Mutter zu unterstützen. Nach einem Jahr packte ich wieder meine Koffer und begann eine sogenannte „zweite Lehre“ wie Herr Eiermann es nannte im Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe, eines der besten Restaurants Deutschlands. Anschließend zog es mich ins Ausland. Da mir die englische Sprache am besten lag, entschloss ich mich, nach Großbritannien auszuwandern. Begonnen habe ich in einem kleinen Landhotel in der Nähe von Oxford, bevor ich nach London in „The Lanesborough“ direkt am Hydepark wechselte. In diesem 5-Sterne Hotel bekam ich eine Stelle in der Patisserie. In meiner dortigen Zeit kam unserem Hotel die Ehre zu teil, die dreistöckige Torte für den bekannten "Queen-Charlottes" Wohltätigkeitsball zu sponsern.

Ein halbes Jahr später nahm unsere Küchenbrigade an der Olympiade in Birmingham teil. Dort gelang es mir, die Silbermedaille in der Sparte „Afternoon-Tea-Pastries“ zu gewinnen. Im Frühjahr 1995 kehrte ich nach Deutschland zurück und bewarb mich an der Hotelfachschule in Heidelberg. Die zweijährige Ausbildung zum Betriebswirt für das Hotel- und Gaststättengewerbe begann im September. Im ersten Jahr gewann unsere Klasse bei einem Schulinternen Wettberwerb der Fritz-Gabler-Schulpreis, sowie den ersten Preis des AMV. Wir entwickelten ein Konzept, ein kleines Restaurant im Odenwald theoretisch auf ausschließlich regionale Produkte umzustellen. Nach diesen Erfolgen beschloss ich mit vier weiteren Klassenkameraden die Arbeit auszubauen, und uns für den Junior-Marketingpreis der HSMA (Hotel and Salesmanagment Association) zu bewerben. Bei der Endausscheidung im Januar 1997 in Hamburg gelang uns in der Hansestadt der erste Preis. Viel wichtiger als der Preis war uns die Erfahrung, die wir dabei sammeln durften. Im Sommer 1997 beendete ich die Hotelfachschule als Diplombetriebswirt für das Hotel- und Gaststättengewerbe und gleichzeitig mit dem European Management Diplom.

In Weizen angekommen begann ich mich in den Geschäftsablauf einzuarbeiten und die übernahme vorzubereiten. Am 1. April 1998 folgte dann die offizielle Schlüsselübergabe des Gasthaus Kreuz von meiner Mutter an mich. Seit diesem Tag bin ich bestrebt, unsere Gäste individuell persönlich zu betreuen und das gemütliche und familiäre Flair im Gasthaus Kreuz zu erhalten.

Helge Handke

Gasthaus Kreuz • Helge Handke • Ehrenbachstrasse 70, D-79780 Stühlingen Weizen
Telefon +49 7744 335 • Fax +49 7744 1347
E-Mail: chefkoch@gasthaus-kreuz.de • www.gasthaus-kreuz.de